Unser letzter, richtiger Tag bei unserer Gastfamilie. Schluck.
Die Tage, nein, die Wochen gingen so schnell vorbei und wir haben so viel erlebt. Haben uns gerade eingelebt und alle kennen gelernt. Und nun sollen wir wieder fahren.
Ich glaube, das war der traurigste Tag während dieser 4 Wochen.
Am Sonntag Morgen haben wir deutsche Pfannkuchen gemacht zum Frühstück, mit Äpfeln drin. Unsere Gastfamilie war begeistert und uns schmeckte es auch. Danach hieß es leider zum ersten mal Abschied nehmen. Unsere ältere Gastschwester und ihr Verlobter, die uns über das Wochenende besucht hatten, reisten zurück nach Iowa City. (Vorher kamen die Kameras zum Einsatz) ![]()
Und dann die unangenehme Aufgabe: Koffer packen!
Okay, alles ist gut. Tief durchatmen und alles (ALLES!!!) erst einmal sortieren. Und dann gaaaanz langsam, durchdacht und mit System einpacken. Denkste. Nach dem Ordnen wurde eine Pause eingelegt und schnell noch mal weggefahren, um mit unseren neuen Freunden ein letztes Mal Fußball zu spielen. Aber danach mussten wir uns wieder mit den Koffern beschäftigen.
Ich war heilfroh als sie zu und alle meine Einkäufe verstaut waren. Denn, das muss nun mal gesagt werden: Man kann in Amerika verdammt gut shoppen.
Kaum waren unsere transportfähigen Kleiderschränke zu, zogen wir mit unserer Gastfamilie los, zum Farewell Dinner, dem Abschiedsessen. Das Essen war gut, die Stimmung auch. Nach ein paar ansprechenden und teilweise zu gefühlvollen Worten der Lehrer, sangen wir ein deutsches Halloween Lied, dann begeisterten Christian und Maleen mit einer Tanzdarbietung und am Ende sangen wir “Viel Glück und viel Segen”.
Wer auch immer auf die Idee kam, die traurige Stimmung durch Partystimmung zu ersetzen: Danke!
Also gab es eine letzte, original amerikanische Party. Wir hörten Musik, spielten ein Spiel draußen in der Nacht und malten uns den Nagel des kleinen Fingers einer Hand an- in Knallpink. Ein einfaches Gruppenzusammengehörigkeitszeichen.
Vielleicht werden wir sie, wenn die amerikanischen Schüler kommen, so begrüßen, mit erhobenem pinken Fingernagel, genauso, wie sie uns am Montag verabschieded hatten.
Der Abend klang ruhig aus, mit den ersten Dankesgeschenken an die Familie und gespaltene Gefühle.
Wenn es nach uns gegangen wäre, hätten wir diesen Teil des Austausches übersprungen.
Verfasst von: lekitra | 26. Oktober 2009