Dieser Tag begann ziemlich früh, genauer gesagt um 6:00 Uhr morgens. Es war der Tage unserer Abreise. Ich stand wie immer auf, doch nach dem Duschen erwartet mich ein tolles Frühstück: ‘Bacon&Eggs’ sowie ‘Frensh Toast’. Das war mal ein interessantes Kontrastprogramm zu den Cerealien, die ich alle Tage davor hatte. Die Stimmung war seltsam, da wir abreisen sollten waren meine Host-Eltern und Zach natürlich traurig, doch keiner wollte es zu diesem Zeitpunkt eingestehen, wir unterhielten uns lieber über die schönen Sachen, die wir in den vergangenen Wochen erlebt hatten. Bei unserer Ankunft an der Schule standen schon jede Menge Schüler und Eltern vor dem Eingang. Meine Host-Eltern mussten zur Arbeit, daher verabschiedeten wir uns. Zach und ich gesellten uns danach zu den anderen Schülern, die wie Trauben zusammen standen. Der Bus war noch nicht da, und insgeheim hoffte jeder, er würde später erst kommen.
Als der Bus schließlich doch ankam, verabschiedeten wir Schüler uns von allen Amerikanern, die vor dem Eingang standen, neben unseren Hosts waren auch noch andere gekommen, die wir kennen gelernt hatten. Nach dieser Verabschiedung stiegen wir teilweise unter Tränen in den bereits von Herrn Denefleh und dem Busfahrer beladenen Bus. Als der Bus los fuhr winkten alle zu der Seite, auf der die Amerikaner standen und als wir uns drehten rannten alle herüber auf die andere Seite. Da Maleens Geburtstag war, begannen Kira und Christian direkt damit den Bus von innen mit Luftballons und Girlanden zu schmücken während Maleen Donuts an alle verteilte.
Wie geplant hielten wir am Mississippi, da es jedoch regnete wurden nur einige Bilder gemacht und dann ging es mit dem Bus auch schon weiter bis zum nächsten Rastplatz, wo wir die Wahl zwischen einem McFrühstück oder Subway hatten.
Am späten Nachmittag schließlich erreichten wir unser Hotel, wurden in Zimmer eingeteilt und machten uns auch gleich erst einmal breit. Im Gegensatz zu dem Hotel in Denver hatten wir hier gleich 2 Fernseher, Mikrowelle, Kühlschrank und ein großes Bad.
Als die Abenddämmerung hereinbrach begaben wir uns mit dem Bus nach Chicago in den Sears-Tower, dem höchsten Gebäude in Chicago. In weniger als 2 Minuten fuhr der Fahrstuhl die 103 Stockwerke und damit über 400m nach oben. Oben angekommen machten wir Fotos von uns und der Skyline von Chicago, die bei Nacht wirklich beeindruckend aussah. Als ich die Glaskästen entdeckt hatte, habe ich die anderen schnell herbei geholt, damit wir es genießen konnten. Am Gebäude waren 3 Glaskästen befestigt, in die man sich hineinstellen und dann nach unten sehen konnte. Es war ein tolles Gefühl nur auf Glas in über 400m Höhe über Chicago zu stehen
Nachdem wir auch noch Bilder im Liegen gemacht hatten ging es mit dem Fahrstuhl wieder runter und anschließend mit dem Bus zurück ins Hotel.
Wir gingen in kleinen Gruppen zum nächstgelegenen Supermarkt und deckten uns mit Mikrowellen-Fastfood und zu unserer Freude pfandfreien Dosen ein. An jenem Abend kamen nach und nach immer mehr SchülerInnen auf unser Zimmer und am Ende guckten wir mit mehr als 12 Leuten auf dem Fernseher alle Bilder die ich bis dahin mit meiner Kamera gemacht hatte. So eine Bildershow mag für jeden interessant sein, für uns war es aber besonders lustig, da wir selbstverständlich alle die Storys hinter den Bilder kannten
So ging ein toller Tag (mal wieder) sehr spät zu Ende